Deutsche Unternehmen haben 2023 einen Rekordbetrag in Forschung und Entwicklung (F&E) gesteckt, zeigen Zahlen des Stifterverbands.
Hier mal ein paar Zahlen:
- Deutsche Firmen haben 2023 rund 88,7 Milliarden Euro ins F&E gesteckt
- Das sind 8,4% mehr als 2022
- Und dann kannst du noch einmal 32 Milliarden Euro an Forschungsaufträgen an Dritte (+14,5%) draufschlagen
Gar nicht übel! Die Summe ist ordentlich und das Wachstum auch, selbst wenn man die Inflationsrate abziehen würde.
Die Forschungslust der Firmen ist ein gutes Zeichen, weil sie zeigt, dass wir uns noch nicht ganz mit unserem Schicksal des Wohlstandsverlust abgefunden haben: Deutsche Unternehmen haben immer noch Bock auf Innovation. Zum Glück!
Unserer Wettbewerbsfähigkeit wird das richtig gut tun.
Klar, am Ende kommt es auch darauf an, wohin das Geld fließt. Nicht jede Forschung ist gleich viel wert, so unfair das klingen mag. Aber dass überhaupt etwas fließt, ist schon mal extrem wichtig.
Und was hat der Fachkräftemangel damit zu tun? Eine Million Sachen.
Erstens: Unser Mangel an Fachkräften macht es für uns so schwierig, vernünftig in F&E zu investieren!
Denn wie willst du an etwas forschen, wenn dir die Spezialisten fehlen?
Beispiel: 2023 gab es 533.260 Angestellte im F&E-Bereich der Firmen, ganze 5,5% mehr als im Vorjahr - trotz Fachkräftemangel und Konjunkturschwäche! Der Sektor saugt also alles auf, was er kriegen kann, weil er so viel Bedarf hat.
Zweitens: Dass wir in F&E investieren ist fantastisch, aber damit das ganze auch Sinn ergibt, benötigen wir Fachkräfte.
Denn was hilft uns das tollste Forschungsergebnis, wenn wir am Ende nicht die Spezialisten haben, um daraus etwas zu entwickeln oder es zu kommerzialisieren?
Also: Dass wir Geld ins F&E stecken ist ein richtig wichtiger erster Schritt. Aber damit das Ganze funktioniert und etwas bringt, müssen wir den Fachkräftemangel angehen.