Eine Befragung von Führungskräften durch das ifo-Institut kommt zu einem erschreckenden Ergebnis.
Die Manager:innen schätzen, dass 22% der Arbeitszeit ihrer Angestellten auf bürokratische Tätigkeiten drauf geht.
22 Prozent!!!
Mehr als ein Fünftel des gesamten Arbeitstags geht einfach dafür drauf, dass der Staat gerne wissen würde, was du gerade machst und warum du es machst.
Fachkräftemangel, Investitionsstau, Modernisierungslücke… verrückt, wie es uns nicht peinlich ist, da Krokodilstränen zu weinen und dann im nächsten Moment ein Fünftel unseres Arbeitstags einfach mit sinnloser Bürokratie zu verschwenden.
Ich kann nur hoffen, dass die befragten Manager:innen die Zahl aus Versehen oder aus taktischen Gründen zu hoch angesetzt haben. Denn wenn das der echte Wert ist, ist das ein Armutszeugnis für Deutschland.
“Wettbewerbsfähigkeit” – ja, nee, ist klar.
Es wird ja leider noch schlimmer: 80% der Firmen beauftragen externe Dienstleister und im Schnitt gehen 6% des Umsatzes für die Bürokratie drauf.
Das ist nicht trivial. Firmen könnten viel mehr Marge haben, mit der sie investieren können, wenn sie nicht jedes Formular dreifach ausdrucken und per Fax an siebzehn Behörden versenden müssten.
Naja: Was uns als Investition oder höheres Gehalt oder geringerer Preis abhanden geht, landet immerhin in den Taschen von Steuerberatern und anderen “Bürokratiehelfern”. Und wenn das nicht der “German Dream” ist, was dann?