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Brain Drain: Nicht nur ein Problem für den Rest der Welt, sondern auch für uns!

Brain Drain: Nicht nur ein Problem für den Rest der Welt, sondern auch für uns!
Inhaltsübersicht

Um den Fachkräftemangel zu lindern, müssen wir (junge) Menschen davon abhalten, das Land verlassen zu wollen. Hebel gibt es reichlich.

Bloomberg hat gerade einen spannenden Artikel zum Thema Brain Drain verfasst.

Wenig überraschend geht es darin um Afrika. Immer mehr gut ausgebildete, junge Afrikaner:innen - und davon gibt es mehr und mehr, da der Kontinent langsam wohlhabender wird - ziehen in den Westen.

Dort gibt es die Jobs, das Geld, die Perspektiven. Für viele ist es einfach eine rationale Entscheidung.

Für ihre Herkunftsländer ist es ein Problem. Sie verlieren Talente, die bei der Entwicklung des Landes unabdingbar wären.

Beispiel: Mehr Krankenpfleger:innen aus Ghana arbeiten derzeit in Großbritannien als in Ghana selbst.

Klar, wenn sie sich im Ausland ausbilden lassen und/oder dort Erfahrungen und Fähigkeiten sammeln und später zurückkommen, dann ist das nützlich. Aber erstens gibt es keine Garantie auf eine Rückkehr und zweitens sind das Jahre oder Jahrzehnte, in welchen sie eben nicht zuhause wirken.

In Deutschland sind wir in erster Linie Nutznießer davon. Wir bekommen Fachkräfte und Arbeitskräfte, welche unserer schleppenden Volkswirtschaft unter die Arme helfen.

Gleichzeitig leiden wir aber auch selbst unter einem Brain Drain. Die Auswanderungsrate lag jahrzehntelang unterhalb 1 Prozent, aber steigt seit 2010 beständig.

Wenn wir einen großen Sprung 2016 ignorieren - vermutlich eine direkte Konsequenz auf die sehr hohe Zuwanderung im Vorjahr - dann haben wir aktuell mit 1,5 Prozent die höchste Auswanderungsrate aller Zeiten.

Wie viele davon junge Talente sind, kann ich nicht genau beantworten. Aber anekdotisch kriege ich viel in die Richtung mit. Junge, ambitionierte, gut ausgebildete Menschen, die Deutschland verlassen. Entweder, weil sie aktiv frustriert sind mit dem, was sie hier vorfinden; oder weil sie die Bundesrepublik zwar mögen, aber nicht erkennen, wie sie hier ihre Ambitionen erreichen sollen.

Was wir dagegen tun können, liegt eigentlich auf der Hand.

  • Steuern senken oder wie in Portugal selektive Vorteile anbieten (auch wenn da sofort die tödliche deutsche “Fairnessdebatte” losgehen würde)
  • Unternehmensgründungen und Wagniskapital erleichtern und von dieser katastrophalen Mentalität wegkommen, wo jedes Scheitern als Charakterversagen gewertet wird
  • Nicht-deutschen Menschen mit einfacherer Bürokratie und mehr englischsprachigen Berufsmöglichkeiten entgegenkommen

… und so weiter und so fort. Eben alles, was einen Verbleib in Deutschland für deutsche und nichtdeutsche Talente attraktiver macht.

Dann vermeiden wir, dass wir bald wie so manche Entwicklungsländer frustriert auf die USA und andere Staaten blicken, weil dort ein ordentlicher Teil unseres “Humankapitals” sein Potenzial verwirklicht, statt es hier zu tun.

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